Spritzgießmaschine
Eine Zweiplatten-Spritzgießmaschine verzichtet auf die Abstützplatte und den Kniehebel der klassischen Dreiplatten-Kniehebelbauweise und erzeugt die Schließkraft über eine Verriegelung, die direkt an den Holmen angreift. Bei gleicher Tonnage wird die Maschine deutlich kürzer, und Öffnungshub sowie Werkzeugeinbauhöhe fallen größer aus. Verbreitet ist sie bei großen Maschinen ab 600 t.
Bei großen Tonnagen wird die Kniehebelbauweise zu einer Lösung, die sowohl lang als auch wartungsintensiv ist. Die Zweiplattenbauweise bewegt die bewegliche Werkzeugaufspannplatte mit Hydraulikzylindern; beim Schließen des Werkzeugs werden die Holme verriegelt, und kurzhubige Hochdruckzylinder bringen die Schließkraft auf.
Der Gewinn liegt in Stellfläche und Flexibilität bei großen Werkzeugen: Auf derselben Fläche findet eine größere Tonnage Platz, und tiefe, dicke Werkzeuge laufen problemlos. Unter 600 t deckt dieser Vorteil die Kosten oft nicht.
Wenn große Formteile (Kfz-Stoßfänger, Behälter, Gehäuse für Haushaltsgeräte), begrenzter Platz in der Fertigung und ein hohes Werkzeuggewicht zusammenkommen. Bei kleinen Tonnagen ist die Kniehebelbauweise wirtschaftlicher.