Automatische Materialförderung vom Silo und Big Bag zu den Maschinen
Michel Tube Engineering
Ferlin Plastics Automation
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Michel Tube EngineeringEin zentrales Fördersystem ist ein geschlossenes System, das den Rohstoff aus dem Silo oder dem Sackbereich entnimmt und ihn über eine Rohrleitung unter Vakuum zu den Maschinen fördert. Statt Säcke einzeln zu jeder Maschine zu tragen, in den Trichter zu kippen und den Füllstand zu beobachten, wird das Material von einer zentralen Stelle aus kontrolliert verteilt.
Das System besteht aus drei Hauptteilen: der Vakuumquelle (Pumpen- und Filtergruppe), der Förderleitung (Rohr, Bogen, Kupplung) und den Fördergeräten auf den Maschinen.

| Zentrale Förderung | Manuelle Beschickung an der Maschine | |
|---|---|---|
| Personalaufwand | Ein Bediener betreut die gesamte Linie | Tragen und Befüllen an jeder Maschine |
| Kontaminationsrisiko | Geschlossene Leitung – kein Staub, keine Fremdstoffe | Offener Trichter, dem Umgebungsstaub ausgesetzt |
| Feuchtekontrolle | Beschickung direkt aus dem Trockner möglich | Getrocknetes Material nimmt beim Warten Feuchtigkeit auf |
| Stillstand | Automatische Füllstandsregelung, das Material geht nie aus | Ein übersehener Trichter bedeutet Stillstand |
| Farb-/Materialwechsel | Leitungsreinigung erfolgt nach Plan | Separate Reinigung an jeder Maschine |
| Arbeitssicherheit | Das Tragen schwerer Säcke entfällt | Ständiges manuelles Handling |
Zu Installationsschritten und Planung: Wie wird ein zentrales Materialfördersystem installiert?
1. Vakuumquelle – Seitenkanalverdichter oder trockenlaufende Klauenvakuumpumpen versorgen die Leitung. Die Filtereinheit verhindert, dass Materialstaub die Pumpe erreicht. Die Kapazität wird nach Leitungslänge, Förderhöhe und der Zahl der gleichzeitig zu versorgenden Maschinen gewählt. → Vakuumpumpen und Filtereinheiten
2. Fördergeräte – Auf dem Maschineneinzug montiert, ziehen sie Material aus der Vakuumleitung, wenn der Füllstand sinkt. Es gibt Ausführungen für den Anschluss an das zentrale System (ohne eigenen Motor) und eigenständige Ausführungen (mit eigenem Motor). → Zentrale Fördergeräte · MOVAC Easy Einzelfördergeräte
3. Förderleitung – Rohre aus Edelstahl, Aluminium oder verschleißfestem Material; Bogen, Verbinder und Kupplungen. → Rundrohre · Rohrbogen · Rohrkupplungen · Schlauchleitungen
4. Materialverteilung – Der Kupplungsbahnhof (Verteilertisch) legt fest, welches Material zu welcher Maschine geht. Er kann manuell oder automatisch sein. → Materialverteiler · Automatischer Kupplungsbahnhof · Farbige Codierung
5. Entnahme und Schutz – Sauglanzen entnehmen das Material aus dem Sack oder Oktabin; Magnetabscheider verhindern, dass Metallpartikel die Schnecke erreichen. → Sauglanzen · Magnetabscheider · Systemkomponenten
1. Förderstrecke und Förderhöhe – der erste Faktor, der die Vakuumkapazität bestimmt. Bei langen Leitungen ist der Druckverlust zu berücksichtigen. 2. Anzahl der Bogen – jeder Bogen erzeugt Druckverlust und ist eine Verschleißstelle. Bei glasfaserverstärkten oder harten Werkstoffen sind verschleißfeste Bogen einzusetzen. 3. Rohrdurchmesser – ein zu kleiner Durchmesser bedeutet Verstopfung, ein zu großer Durchmesser sinkende Fördergeschwindigkeit. 4. Werkstoffart – bei abrasiven (glasfasergefüllten) Werkstoffen ist die Lebensdauer der Leitung kürzer; Geschwindigkeit und Bogenradius sind entscheidend, um Engelshaar zu vermeiden. 5. Gleichzeitigkeit – wie viele Maschinen gleichzeitig Material ziehen, bestimmt die Pumpenauswahl. 6. Trocknereinbindung – getrocknetes Material muss direkt zur Maschine gefördert werden, bevor es Feuchtigkeit aufnimmt. 7. Metallschutz – ein Magnetabscheider in der Leitung schützt Schnecke und Werkzeug vor Metallschäden.

Eine zentrale Förderung wird selten allein aufgebaut; meist wird sie zusammen mit Trocknung und gravimetrischer Dosierung geplant: Das Material wird aus dem Silo entnommen, getrocknet, dosiert und an die Maschine geliefert.
Für eine auf Ihren Betrieb zugeschnittene Systemauslegung erreichen Sie unser Team im technischen Support.
Ein zentrales System ist kein einzelnes Gerät, sondern eine Linie; der Preis ergibt sich deshalb projektbezogen. Die entscheidenden Posten:
Ein kleiner Betrieb kann mit einem einzigen Fördergerät beginnen; mit wachsender Maschinenzahl wird der Wechsel zu einer zentralen Struktur sowohl wegen des Personalaufwands als auch wegen der Kontamination unvermeidlich.
Auf Basis Ihres Hallenlayouts und Ihrer Maschinenzahl erarbeiten wir ein Projekt und erstellen Ihnen ein aktuelles Preisangebot: Kontakt.
Was ist der Unterschied zwischen einem Fördergerät und einem zentralen System? Ein Einzelfördergerät versorgt mit eigenem Motor eine einzelne Maschine. In einem zentralen System wird das Vakuum an einer einzigen Quelle erzeugt und über die Leitung an alle Maschinen verteilt; an der einzelnen Maschine ist kein eigener Motor nötig, Lärm und Wartungsstellen nehmen ab.
Ab wie vielen Maschinen lohnt sich ein zentrales System? Eine genaue Zahl gibt es nicht; je mehr Maschinen denselben Rohstoff verarbeiten und je deutlicher der Aufwand des manuellen Handlings wird, desto mehr rückt die zentrale Struktur in den Vordergrund. Die Installationsschritte stehen im Artikel zur Installation zentraler Fördersysteme.
Warum wird eine Leitung für glasfasergefüllte Werkstoffe gesondert bewertet? Glasfaser verschleißt das Rohr und besonders die Bogen von innen. Ein Standardbogen kann mit diesem Werkstoff innerhalb weniger Monate durchgeschlissen sein; deshalb werden verschleißfeste Rohre und Bogen eingesetzt.
Ist ein Metallschutz in der Leitung notwendig? Ja. Ein in den Rohstoff geratenes Metallpartikel beschädigt Schnecke und Werkzeug; ein Magnetabscheider am Maschineneinlauf ist gängige Praxis. Details enthält der Ratgeber zur Metallabscheidung.
Das komplette MOVAC-Programm an Vakuumquellen, Fördergeräten und Filtern finden Sie auf der MOVAC-Markenseite.