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Serie TEMP 200 °C OIL – Öltemperiergerät

Wärmeträgeröl 200 °C

Serie TEMP 200 °C OIL – Öltemperiergerät — TEMP-L 200 OIL TS. Tank 20 l. Heizleistung 6 kW.3 Modelle
RUMMEL — Deutschland

Öltemperiergerät – 6 kW Heizleistung, 0,5-kW-Pumpe, max. 200 °C

  • ✓ Wärmeträgeröltemperatur max. 200 °C
  • ✓ Elektronische SPS-Steuerung mit 7-Zoll-Touchscreen und PID-Regelung
  • ✓ Dichtungslose Speck-Tauchpumpe
  • ✓ Indirekte Kühlung über Rohrbündelwärmetauscher aus Kupfer/Messing
  • ✓ Offenes Tanksystem – Edelstahltank (max. 20 l, 13 l Öl)

Serie TEMP-L 200 °C OIL – Öltemperiergerät

Eine Baureihe mit Wärmeträgeröl für bis zu 200 °C. Sie wird bei Temperaturen eingesetzt, die Wasser nicht sicher erreichen kann; erhältlich sind die Baugrößen TEMP-L, TEMP-XL und TEMP-XXL.

Wann der Wechsel zu Öl erfolgt

Die Entscheidung hängt von einer einzigen Frage ab: Liegt die angestrebte Werkzeugtemperatur über 160 °C? Druckwassersysteme erreichen diesen Wert, und bei allen Anwendungen darunter ist Wasser die bessere Wahl. Oberhalb von 160 °C wird Öl zur Pflicht.

Diesen Bereich erfordern Hochleistungskunststoffe: PEEK, PPS, PEI, PES und einige hochtemperaturbeständige Polyamide. Bei diesen Werkstoffen bestimmt die Werkzeugtemperatur unmittelbar die Kristallinität und die Maßhaltigkeit.

Wie sich Öl anders verhält

Der Wärmeübergangskoeffizient von Öl ist geringer als der von Wasser. Das hat zwei praktische Folgen: Für denselben Wärmetransport ist ein höherer Durchfluss nötig, und das System reagiert langsamer auf eine Temperaturänderung. Bei einem Rezeptwechsel dauert es länger als mit Wasser, bis das Werkzeug die Solltemperatur erreicht; die Produktionsplanung muss das berücksichtigen.

Im Gegenzug benötigt Öl keinen Druckkreislauf – ein Siedeproblem gibt es nicht.

Ölwartung: ein schleichender Leistungsverlust

Öl oxidiert mit der Zeit. Seine Viskosität verändert sich, die Wärmeübertragungsfähigkeit sinkt, und im Kreislauf bilden sich Ablagerungen. Diese Verschlechterung verläuft allmählich: Das Gerät arbeitet weiter, erreicht die Solltemperatur aber verspätet, und die Temperaturkonstanz geht verloren. Das Symptom wird meist für einen Gerätefehler gehalten.

Wartungspunkte:

  • Das Ölwechselintervall ist nach den Herstellerangaben zu planen und darf nicht hinausgezögert werden
  • Dichtelemente müssen aus hochtemperaturbeständigem Werkstoff bestehen und regelmäßig geprüft werden
  • Der Kreislauffilter begrenzt die Bildung von Ablagerungen
  • Ölstand und Ölfarbe sollten regelmäßig beobachtet werden

Sicherheit

Bei hoher Temperatur birgt eine Ölleckage Verbrennungsgefahr. Anschlussstellen, Schläuche und Isolierung gehören auf die regelmäßige Prüfliste; in der Umgebung des Geräts dürfen keine brennbaren Materialien gelagert werden. Vor der Wartung muss der Kreislauf abkühlen.

Marke und Technik

Die gemeinsamen Merkmale der Rummel-Temperiergeräte – selbstoptimierende PID-Regelung, ein 7-Zoll-Touchscreen, die Kommunikation mit der Spritzgießmaschine über OPC-UA / Profinet / Modbus und die Option eines Mehrkreis-Verteilersystems – werden ausführlich auf der Seite Was ist ein Temperiergerät erläutert.

Für höhere Temperaturen ist die Serie TEMP 300 °C zu bevorzugen, für Anforderungen bis 160 °C Wassertemperiergeräte.